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Bei Streit mit dem Chef: Rechtsexperten der IG BAU Ostwestfalen-Lippe 2.295 Mal aktiv

Rechtshilfe für Beschäftigte in Ostwestfalen-Lippe


Bielefeld, 01.05.2017
Juristischer Beistand bei Problemen im Job: Im letzten Jahr waren die Rechtsberater der IG BAU Ostwestfalen-Lippe in insgesamt 2.295 Fällen aktiv. Die Rechtsschutz-Experten der Gewerkschaft standen Beschäftigten auch aus Bielefeld zur Seite, wenn es Ärger mit dem Chef oder der Bürokratie gab.

„Für volle Terminkalender sorgten Rechtsfragen von A wie Abmahnung bis Z wie
Zeugnisverweigerung“, berichtet die IG BAU-Bezirksvorsitzende Sabine Katzsche-Döring. Auch zu spät oder gar nicht gezahlte Löhne seien 2016 häufig Thema gewesen, so die Gewerkschafterin. Viele Arbeitgeber hätten den Beschäftigten Sonderzahlungen wie das Weihnachtsgeld oder Feiertagszuschläge vorenthalten.
„Behördenentscheidungen wie fehlerhafte Hartz-IV-Bescheide, Rentenberechnungen oder Schwerbehindertenanerkennungen bargen ebenfalls oft Konfliktpotenzial“, so Katzsche-Döring weiter.

Häufig sei gerade die Reinigungsbranche von Streitigkeiten betroffen: „Angeordnetes Turbo-Putzen ohne Zahlung der Mehrarbeit ist leider nach wie vor ein Trend bei vielen Firmen“, beklagt die IG BAU. Aber auch Bauarbeiter, Garten- und Landschaftsbauer, Maler und Lackierer bis hin zu Floristen hätten oft nach fachlicher Hilfe gefragt. Die Gewerkschaft rät den Beschäftigten, sich weder von Chefs noch von Behörden
einschüchtern zu lassen.


Termine für die Rechtsberatung können vereinbart werden im IG BAU-Büro in Bielefeld
(Telefon: 05 21 – 9 38 40-0).