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„Graue Wohnungsnot“ erfordert klare Weichenstellung

Regionen » Politik » „Graue Wohnungsnot“ erfordert klare WeichenstellungPolitische Impulse für den Wohnungsbau im Kreis Höxter


Höxter, 12.10.2013
Kreis Höxter braucht politische Impulse für Wohnungsbau und Infrastruktur: Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hat klare Erwartungen an die neue Bundesregierung.
„Der Baubereich muss in den kommenden vier Jahren ein zentrales Thema der Regierungspolitik werden. Deshalb muss es in einer möglichen Koalitionsvereinbarung einen deutlichen Bau-Akzent geben. Die Baupolitik ist in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt worden. Das ist in den Kommunen und damit auch im Kreis Höxter deutlich spürbar“, so Heinrich Echterdiek.

Als konkrete Beispiele nennt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Ostwestfalen-Lippe die drohende „graue Wohnungsnot“ – es fehle an Senioren-Wohnungen. Darüber hinaus gebe es einen zunehmenden Investitionsbedarf für den Erhalt von Straßen, Brücken und Schulen. „Im Kreis Höxter wird es im Jahr 2025 rund 18.290 Haushalte geben, in denen mindestens ein über 70-Jähriger lebt. Der heimische Wohnungsmarkt ist darauf nicht vorbereitet. Barrierearme Wohnungen für Senioren sind Mangelware. Das Thema ist bislang enorm vernachlässigt worden. Genauso wie die Instandhaltung der öffentlichen Infrastruktur“, so Echterdiek.
Die Koalitionsverhandlungen böten die Chance, hier endlich die notwendigen politischen Weichen für die Zukunft zu stellen. Notwendig sei eine klare Festlegung, dass die Schaffung von altersgerechten und bezahlbaren Wohnungen sowie der Erhalt der öffentlichen Infrastruktur in der kommenden Legislaturperiode des Bundestages zu den zentralen Aufgaben gehören. Die IG BAU Ostwestfalen-Lippe appelliert daher an die neu- und wiedergewählten Bundestagsabgeordneten aus der Region, im Parlament darauf zu drängen, dass die Baupolitik Priorität bekommt.