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IG BAU OWL fordert Rente mit 67 zu stoppen

„Anti-R67“-Appell an SPD


Paderborn/ Ostwestfalen, 25.10.2013
Die heimische SPD soll sich über ihre Verhandlungsführer bei den Koalitionsgesprächen mit CDU/CSU in Berlin für eine "Rückrufaktion bei der Rente 67" stark machen. Das fordert die Bauarbeiter-Gewerkschaft IG-BAU im Kreis Paderborn. Für rund 187.100 Menschen im Kreis Paderborn beginnt die "heiße Rentenphase" - und zwar am Koalitionstisch in Berlin. "Sie alle sind von der Rente 67 voll betroffen. Denn ab dem Jahrgang 1964 heißt es für jeden: zwei Jahre Mehrarbeit oder kräftige Abzüge bei der Rente. Dies bedeutet für alle, die nicht bis 67 im Job durchhalten, ein schmales Portemonnaie im Alter. Für viele sogar Altersarmut", sagt Heinrich Echterdiek.

Der Vorsitzende der IG-BAU-Ostwestfalen-Lippe sieht nur eine Chance, die Rente mit 67 zu stoppen: "Die Sozialdemokraten müssen bei den Koalitionsgesprächen am Verhandlungstisch Rückgrat zeigen und eine starke Position für die vertreten, die die SPD im Kreis Paderborn gewählt haben. Und für diejenigen, die die SPD künftig wieder wählen würden. Nämlich dann, wenn es gelingt, den größten "rentenpolitischen Fehltritt der Nachkriegszeit " wettzumachen." Konkret bedeute dies, eine "Rückrufaktion bei der Rente 67" am Koalitionsverhandlungstisch in Berlin zu starten.

Die IG-BAU-Ostwestfalen-Lippe appelliert an die SPD-Bundestagsabgeordneten der Region, ihren Vertretern bei den schwarz-roten Koalitionsverhandlungen unmissverständlich deutlich zu machen, dass "es bei der Rente 67 Spitz auf Knopf für die SPD" stehe. "Es geht um eine faire Rentenpolitik für Menschen, die auf dem Bau, in der Gebäudereinigung, im Forst, im Garten- und Landschaftsbau hart arbeiten", macht Echterdiek deutlich.

Ein Großteil der Beschäftigten hätten "die von der letzten Großen Koalition verabreichte "bittere Pille der Rente 67" nicht geschluckt" und der SPD den Rücken gekehrt. "Einen Fehler kann man wiedergutmachen. Man darf ihn nur nicht ein zweites Mal begehen", warnt der IG-BAU-Bezirkschef. Die Abschaffung der Rente 67 müsse daher in den Koalitionsverhandlungen "als unverrückbare Position ganz oben auf der Liste stehen".