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Industriegewerkschaft ehrt in Meißen langjährige Mitglieder

Regionalleiter Bodo Matthey blickt 60 Jahre zurück / Arbeitnehmerorganisation erlebt Höhen und Tiefen


Meißen, 27.11.2013
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Ostwestfalen-Lippe hatte in das Mühlenhaus in Meißen eingeladen. 25 Mitglieder wurden für langjährige Treue geehrt.
Die Ehrung langjähriger Mitglieder stand auf der Tagesordnung der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt.

Sabine Katzsche-Döring, die Stellvertretende Vorsitzende des Bezirksverbands Ostwestfalen, begrüßte die Jubilare und stellte Bodo Matthey als neuen Regionalleiter der Region Ostwestfalen vor, der erst seit zwei Wochen dieses Amt bekleidet.
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"Mit berechtigtem Stolz blicken wir auf Leistungen und Geleistetes zurück", so stellte Matthey zu Beginn seines Rückblicks auf vergangene Jahre fest, um sich dann jener zu besinnen, die den Grundstein für die heutige Arbeit gelegt hätten. Gewerkschaften wären nur deshalb starke und durchsetzungsfähige Interessengemeinschaften geworden, weil mutige und entschlossene Frauen und Männer sich zu ihnen bekannt und ihnen die Treue gehalten hätten.

Bodo Matthey lud ein zu einer Zeitreise in die Vergangenheit, um in Erinnerung zu rufen, was einst geschah, als sich Kollegen entschlossen, Mitglied der Gewerkschaft zu werden. Vor 60 Jahren, 1953, stellte die Montanunion die kriegswichtigen Industriezweige Kohle und Stahl unter eine gemeinsame europäische Kontrolle. Nach dem Krieg gab es mit dem Wiederaufbau noch immer viel zu tun. Etwa 500000 Wohnungen wurden Jahr für Jahr gebaut. Der Mount Everest wurde zum ersten Mal bestiegen. Im Jahre 1963, also vor 50 Jahren, ging es Deutschland gut. Es herrschte Vollbeschäftigung. Die Welt wurde erschüttert durch die Ermordung des US-Präsidenten John F. Kennedy.

Es ist weiterhin wichtig, Verantwortung zu tragen

Vor 40 Jahren endete der Krieg in Vietnam. Der Grundlagenvertrag zwischen der Bundesrepublik und der DDR wurde in Bundestag und Bundesrat gebilligt.

Vor 25 Jahren verzeichnete die Bundesrepublik mit 3,4 Prozent die höchste Wachstumsrate in den achtziger Jahren, doch hunderttausend Bauarbeiter waren im Sommer arbeitslos.

So hätten sich im Laufe vieler Jahre Höhen und Tiefen im Leben der Menschen gezeigt, doch immer wären es Gewerkschaftler gewesen, die durch ihren Einfluss zur Verbesserung der Lebensumstände entscheidend beigetragen hätten. Und Matthey richtete seinen Blick auf die Gegenwart und die Zukunft und brachte nachdrücklich zum Ausdruck, dass es weiterhin wichtig sei, Verantwortung zu tragen.

Für ihre langjährige Treue zur Gewerkschaft wurden durch Überreichung einer Urkunde und einer Anstecknadel 25 Gewerkschaftler geehrt.

60-jährige Mitgliedschaft: Helmut Gerling; 50-jährige Mitgliedschaft: Friedrich-Wilhelm Block, Karl-Heinz Dettmer, Gerhard Gerling, Wilfried Heinze, Fritz Kuhl, Lothar Landmann, Günter Pohlmann, Horst Viol, Heinrich Wilk; 40-jährige Mitgliedschaft: Roland Bengsch, Karl Diekmannn, Klaus Hentrich, Hans-Horst Lessner, Herbert Moschner, Hans Olbrich, Heinz Otto Schulz, Josef Treffler, Alfred Wolf; 25-jährige Mitgliedschaft: Manfred Busse, Gianpaolo Mosca, Helmut Schmidt, Michael Schnitker, Friedrich Schwettmann, Wilfried Weickardt.

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