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Mindestlohn für Reinigungskräfte

1.880 Personen im Kreis bekommen mehr Geld


Herford, 22.01.2013
Neuer Mindestlohn fürs Putzen: Ab sofort darf keine der rund 1.880 Reinigungskräfte im Kreis Herford unter neun Euro pro Stunde verdienen. Darauf hat der IG Bau-Bezirksverband hingewiesen.

Seit Anfang Januar gelte in der Gebäudereiniger-Branche ein höheres Lohn-Limit. "Egal, ob Unternehmen oder Privathaushalt - für alle heißt es: Wenn Chefs jetzt noch Stundenlöhne von unter neun Euro zahlen, ist das illegal und sogar strafbar", sagt Heinrich Echterdiek.

Das gelte, so der IG-Bau-Bezirksvorsitzende, auch für Tricksereien, mit denen der Mindestlohn unterlaufen werde. So verlangten Arbeitgeber von ihren Angestellten in der Praxis nicht selten, immer größere Flächen in immer weniger bezahlter Arbeitszeit zu reinigen. Tatsächlich leisteten die Beschäftigten dabei Mehrarbeit zum Nulltarif.

Der Bezirksvorsitzende der Gebäudereiniger-Gewerkschaft kündigt an, im Jahr 2013 "Mindestlohn-Sünder" bei den Arbeitgebern noch stärker ins Visier zu nehmen. Hier setze man auf eine Zusammenarbeit mit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls. "Illegale Beschäftigungspraktiken dürfen in der Gebäudereiniger-Branche im Kreis Herford keine Chance haben. Schwarzen Schafen muss das Handwerk gelegt werden", so Echterdiek.

4stats