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Minijobs und Dumpinglöhne


07.08.2013
Vor Unterzeichnung eines Arbeitsvertrages sollten sich Arbeitnehmer prinzipiell über die Tariflöhne ihrere jeweiligen Branche informieren. Gerade im Bereich der Minijobs ist die Gefahr hoch, dass Arbeitgeber nur einen Dumpinglohn zahlen. Minijobbern steht allerdings der gleiche Lohn zu wie regulär beschäftigten Mitarbeitern.

Der Vorsitzende der IG BAU Ostwestfalen-Lippe, Heinrich Echterdiek, weist darauf hin, dass Minijobber keine „Beschäftigten 2. Klasse“ sind. Es sei rechtswidrig Arbeitnehmer mit Minijobs, mit Niedriglöhnen abzuspeisen, so die Aussage der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt.


Arbeitgeber versuchen immer häufiger durch den Einsatz von Minijobbern die Personalposten zu drücken. Gerade in Bereichen wie der Gebäudereinigung werden hauptsächlich Minijobber eingestellt und damit sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse verdrängt, so der Gewerkschafter. Im Kreis Höxter gebe es beispielsweise derzeit rund 12.980 Menschen, die lediglich geringfügig beschäftigt seien und die Zahl steige.