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Ordentliche Kelle Lohn-Nachschlag für Bauarbeiter in Ostwestfalen-Lippe

IG BAU Ostwestfalen-Lippe fordert 7 Prozent Plus für den Bau


Bielefeld, 25.02.2014
Heimische Beschäftigte sollen von boomender Baukonjunktur profitieren: Ein Plus von insgesamt 7 Prozent will die IG Bauen-Agrar-Umwelt für die mehr als Bauarbeiter und Angestellten der Baubranche in Ostwestfalen-Lippe in der bevorstehenden Tarifrunde erzielen. Dabei soll es nicht nur eine spürbare Anhebung der Löhne und Gehälter, sondern auch höhere Pauschalen für Fahrtkosten und auswärtige Übernachtungen geben.
„Auf dem Bau stehen die Zeichen auf Wachstum – auch in OWL. Bundesweit wird in diesem Jahr im Bauhauptgewerbe mit einem kräftigen Umsatzplus gerechnet. Mit ihrer Arbeit tragen die heimischen Beschäftigten hierzu wesentlich bei. Es ist nur fair, wenn sie jetzt an dem wirtschaftlichen Erfolg ihrer Branche beteiligt werden“, sagt Heinrich Echterdiek.

Für die laufenden Tarifverhandlungen, die am 6. März beginnen, gibt es nach den Worten des Vorsitzenden vom IG BAU-Bezirksverbands Ostwestfalen-Lippe deutlichen Rückenwind von den Beschäftigten auf den Baustellen in Ostwestfalen. Hier gebe es eine ganz klare Erwartungshaltung an die Arbeitgeber, eine „ordentliche Kelle mehr Lohn draufzulegen“. Echterdiek: „Angesichts der positiven Entwicklung ist es nur konsequent, dass die Baubeschäftigten ein Stück vom Kuchen abbekommen. Die Chefs können das locker bezahlen.“

Dass das Forderungs-Paket in diesem Jahr auch höhere Pauschalen für Fahrtkosten und Übernachtungen vorsieht, ist für den IG BAU-Bezirksvorsitzenden mehr als überfällig. „All diejenigen, die lange Wege zu Baustellen haben oder wegen der Entfernung in deren Nähe sogar übernachten müssen, zahlen drauf. Seit zwölf Jahren sind die Festbeträge unverändert“, sagt der Gewerkschafter. Hier müsse endlich etwas passieren.

Mit einem kräftigen Lohnplus – auch für die Azubis – könne der Bau zudem für den Nachwuchs wieder deutlich attraktiver gemacht werden. „Wer Fachkräftemangel beklagt, muss einen Lohnanreiz schaffen“, so der IG BAU-Bezirksvorsitzende.