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Floristik: Fünf Prozent mehr Geld für 170 Beschäftigte in Bielefeld

IG BAU rät zu Lohn-Check | Spende für Flutopfer

floristInnen
10.08.2021 09:45:00
Presse Archiv

Lohn-Plus in Blumengeschäften und Gartencentern: Beschäftigte, die in Bielefeld in der
Floristik arbeiten, erhalten fünf Prozent mehr Geld. Rückwirkend zum Juli steigen die
Einkommen in der Branche um drei Prozent. Schon im Januar kommenden Jahres gibt
es ein weiteres Plus von zwei Prozent, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)
mitteilt. Die Floristen-Gewerkschaft appelliert an die Beschäftigten, ihren aktuellen
Lohnzettel zu prüfen. Mit der August-Abrechnung müsse die Erhöhung zum Juli bereits
auf dem Konto sein. In Bielefeld beschäftigt die Floristik nach Angaben der
Arbeitsagentur rund 170 Menschen.

„Das Geschäft mit Blumen und Pflanzen läuft trotz der Pandemie auf Hochtouren. Jetzt
bekommen die Mitarbeiter einen fairen Anteil an den ‚grünen Umsätzen‘“, sagt Sabine
Katzsche-Döring, Bezirksvorsitzende der IG BAU Ostwestfalen-Lippe. Zugleich werde
die Branche für Nachwuchskräfte attraktiver: Für Azubis gibt es pro Monat und
Ausbildungsjahr 30 Euro zusätzlich.

 Mehr als „blumige Worte“: IG BAU hofft auf viele freiwillige Spenden der Floristik

Viele heimische Garten-Center und Blumengeschäfte stehen vor der Wahl: Sie können für die Hochwasser-Opfer spenden, müssen es aber nicht. Die IG BAU weist darauf hin, dass es gelungen sei, bei den Tarifverhandlungen – neben einem Lohn-Plus von 5 Prozent – eine „Solidaritätsnote der Floristik“ für die vom Hochwasser betroffenen Katastrophengebiete zu vereinbaren. Die Betriebe der heimischen Floristik können hier ein Zeichen setzen. Darauf haben sich die Floristen-Gewerkschaft IG BAU und der Fachverband Deutscher Floristen (FDF) mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung bei ihrem jüngsten Tarifabschuss verständigt. „Blumige Worte kommen von vielen. Von der Floristik kommt jetzt aber handfeste Hilfe: Für jeden tarifgebundenen Beschäftigten können tarifgebundene Betriebe 170 Euro für Opfer der Flutkatastrophe spenden. Wir hoffen, dass möglichst viele Blumengeschäfte, Garten-Center und Co. die Vereinbarung ernst nehmen und dies freiwillig machen“, so die IG BAU.